Theaterreise 2019 nach Basel

11. Dezember 2019

2019-11-theaterreiseAm 30. November 2019 um 15.45 versammelten sich 31 Mitglieder des Theatervereins Port mit PartnerInnen und Gästen vor der Mehrzweckhalle für die Fahrt nach Basel.

Um 16 Uhr fuhr die gutgelaunte Theatertruppe mit dem feudalen Edellinecar, der von Christian Stopper chauffiert wurde, los.

Nach rund 1 ½ Std. Fahrt kamen wir in Basel an. Unser Chauffeur liess uns in der Nähe der Brasserie Verseau aussteigen, wo uns ein ausgezeichnetes Essen serviert wurde.

Die Zeit mit Essen und Plaudern ging rasch vorbei und schon durften wir uns aufmachen, um zum Musical Theater Basel zu gelangen. Nach zehnminütigem Fussmarsch erreichten wir das Theater und konnten unsere Plätze in der ersten und zweiten Reihe einnehmen.

Gespannt warteten alle auf den Beginn des Musicals.
Das Musical erzählte die 100-jährige Geschichte des Circus Knie und der Menschen, die ihn prägten. Obwohl das Musical zum Hundert-Jahr-Jubiläum des Circus Knie entstanden ist, setzte die Geschichte noch über hundert Jahre früher ein, dort, wo ursprünglich die Weichen gestellt wurden: Im Jahr 1803.
Damals hängte Friedrich Knie, Sohn einer gutbürgerlichen Arztfamilie, sein Medizinstudium an den Nagel und schloss sich einer Wander-Artistentruppe an. Etwas später gründete er sein eigenes Seiltänzer- und Künstler-unternehmen – und wurde zum Urvater der Zirkus-Dynastie Knie.
Der Weg der Dynastie Knie war geprägt von Höhen und Tiefen, von grossen Errungenschaften und schweren Rückschlägen. Die Knies spiegeln die Zeitgeschichte — schon vor der Gründung des National-Circus 1919. Sie erlebten die Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress 1815, machten Kriege und Wirren durch. Und wurden vom Wirtschaftswunder des 20. Jahrhunderts wieder nach oben getragen.
Blut ist dicker als Wasser. Die familiäre Idylle war jedoch oft getrübt. In keiner Generation waren immer Alle gleicher Meinung. Trotzdem setzte der Schweizer Nationalcircus Massstäbe — vor allem was die (humane) Tierdressur betraf. Seine Pferde- und Elefantennummern erlangten Weltruhm. In jeder Generation gab es einen Vordenker und Lenker. Wer damit nicht leben konnte, musste gehen. Regelmässig verliessen Familienmitglieder den Betrieb.
Zentrale Figur war Fredy Knie sen. 1920 - 2003 — der Patron der fünften Generation und Wegbereiter für den modernen Circus.
Derzeit steht mit den Kindern Chris Rui und Chanel Marie bereits die achte Generation in der Manege.

Voll Begeisterung und tief beeindruckt von der mitreissenden und farbenfrohen Aufführung verliessen wir das Theater um 22.30 Uhr.

Vor dem Theater wartete bereits unser Bus auf uns und brachte uns sicher nach Hause.